Hansa - Regensburg
 
     
 

Ein Trostpreis zum Geburtstag

Sonne satt, ein mit 24000 Zuschauern "ausverkauftes" Haus und ganz nebenbei 28 Jahre BWD. Perfekte Bedingungen also, um am Ostersonntag dem Gegner ein paar Eier ins Nest zu legen und den vorzeitigen Klassenerhalt zu 99% einzutüten. Zu Beginn gab's von der Süd ein wildes Intro aus Doppelhaltern, Fahnen, Rauch und Schnipseln. Sieht natürlich immer wieder gut aus, aber noch schöner wäre es, wenn dieses "Chaos" weniger durchorganisiert und von der Tribüne selber ausgehen würde. Gilt natürlich für alle Stadionbereiche. Aber um mal den Bogen in unsere Gründungszeit zu schlagen, wer erinnert sich nicht gerne an die tausenden Hansafahnen im alten Ostseestadion? Gefühlt hatte da jeder Dritte 'ne eigene Fahne dabei. Da es damals auch relativ großzügige Auslegungen bei den Fahnenstöckern gab, konnte so auch das ein oder andere Osterwasser unbemerkt die Kontrollen passieren. Apropos alte Fahnen...zur Feier des Tages hing das wohl älteste Fanutensil am heutigen Tage in Form unseres Gründungsbanners in Block 5a.
Auf Regensburger Seite war ein kleiner Haufen Ultras angereist, der zumindest optisch engagiert bei der Sache schien, aber akkustisch auf der Nord nicht zu vernehmen war. Auf dem Rasen lief es ähnlich. Hansa die ersten knapp 10 Minuten mit ordentlich Druck und guten Möglichkeiten. Danach dann allerdings lange Zeit eher Fußball der Kategorie Sommerkick. Kurz vor der Pause Hansa jedoch mit einem sauberen Angriff, der durch Verhoek erfolgreich vollendet werden konnte. Die zweite Halbzeit hätte man sich dann eigentlich bis auf die letzten Minuten schenken können. Hansa irgendwie nicht gallig genug, sodass Regensburg mit Unterstützung von Kolke zum Ausgleich kam. Offensichtlich war der Kick dann selbst dem Schiri zu lahm. Von der schauspielerischen Klasse der Regensburger schwer beeindruckt, sorgte dieser in der 90. Minute für eine Rudelbildung, infolgedessen Sikan einen sauberen Ellenbogenschlag verteilte und folgerichtig des Platzes verwiesen wurde. Unmittelbar danach war dann auch Schluss.
In Anbetracht der letzten Wochen sicherlich kein Grund unzufrieden zu sein. Immerhin nicht verloren und den Abstand auf den Relegationsplatz gehalten. Außerdem wäre es nicht Hansa, wenn man mal weit vor Saisonende Planungssicherheit hätte.
Aber irgendwie fühlt sich dieses Unentschieden wie ein zimmerwarmes Bier an. Wenn nix anderes da ist, nimmt man das halt mit, aber schöner wäre gut gekühlt.
 
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