Duisburg - Hansa
 
     
 

Das erste "Heimspiel" für uns NRW-Exilanten stand an. So wurde vorher der Treffpunkt bekannt gegeben, da etwas besonderes anstand. Freitag Mittag fiel der Hammer auf Arbeit und es ging für eine kleine Mahlzeit nach Köln, um dann zum Treffpunkt nach Mühlheim zu fahren. In Mühlheim stieß man auch schon auf den Mob und es ging auch gleich wieder zurück in Richtung Duisburg. Am dortigen Hauptbahnhof stand die Bahn ein paar Minuten und die an der S-Bahn vorbei laufenden Duisburger staunten nicht schlecht. Sie zückten sofort die Handys und telefonierten rum. Als unsere Bahn in Schlenk ankam, warteten dort bereits circa 20 Zebras hinter einer Polizeikette. Als diese weg waren ging es in Richtung Stadion. Vor dem Stadion den restlichen bekannten Gesichtern hallo gesagt und dann ging es auch schon hinein. Getränke waren wie immer sehr teuer, aber das Essen war preiswert und so stärkte ich mich erst einmal mit einer Currywurst.
Die 800 Hanseaten bekamen einen durchwachsenen Auftritt unserer Mannschaft zu sehen. Hansa war klar besser, aber es fehlte immer der finale Pass bis zum Tor. Jedoch kam der MSV in der 34. das erste mal gefährlich vor das Tor und konnte auch direkt die Chance zum 1:0 nutzen. 10 Minuten später hatte der FCH sich wieder gefangen und man spielte wieder klar besser. Die zweiten Hälfte ging die Mannschaft wieder engagiert zur Sache, konnte jedoch nicht zum Torerfolg kommen. In der 73. war es ein kapitaler Abwehrschnitzer, der zum 2:0 für die Zebras führte.
In Sachen Support zeigten sich die Hanseaten von ihrer guten Seite, jedoch entfachten einige Lieder nicht immer eine ordentliche Lautstärke. Der MSV brachte die Lieder selten laut und vernehmbar rüber. Die Mitmachquote schien ebenfalls nicht hoch, obwohl das Ergebnis etwas anderes vermuten lassen sollte. Kurz vor Schluss wurde der gesamte rostocker Block abgeflaggt und noch einige kurze Schlachtrufe ertönten. Ein paar Vermummte stiegen dann noch auf den Zaun und präsentierten das Inferno Duisburg Banner, welches vor zwei Jahren in Kiel entwendet wurde. Angeheizt wurde dieses Schauspiel noch durch einige Fackeln. Duisburg begann ein heftiges Pöbeln auf dem Zaun und die ersten begaben sich in Richtung Gästeblock. Ordner versuchten die Fahne zurück zu holen, wurden aber jedoch, unnötiger Weise, mit Fackeln beworfen, obwohl die Fahne schon brannte und man sie hätte zurück ziehen können. So brannte das Banner in Ruhe vor sich hin und nun kamen mehr Duisburger in Richtung Gästeblock auf Unter- und Oberrang. Einige motivierte Hanseaten ließen sich nicht zwei mal bitten und stellten sich dem entgegen. Bis zum Eingreifen von Ordnern und Polizei gab es kurzen Kontakt im Oberrang. Wenigstens konnte man in diesem Punkt das Spiel gewinnen.
Nach dem Spiel musste man noch einige Minuten im Block ausharren. Der Weg zum Bahnhof verlief ebenfalls ereignislos und man konnte die Rückfahrt nach Köln in aller Ruhe antreten, da die Cops sich auf den Hauptmob konzentrierten. In Köln ließ ich den Abend noch mit dem ein oder anderen Bier ausklingen und das Spiel wurde in Ruhe ausgewertet.
Freitag alle ins Stadion und die Mannschaft hoffentlich wieder siegen sehen.
Der Exilant.
 
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