Osnabrück - Hansa
 
     
 

Osnabrück - Hansa oder die Rache der Kogge

Es ging für uns nach Osnabrück und da kam die Erinnerung an die letzte Saison zurück. Eine zwei zu null Führung noch zu verspielen, war sehr bitter.
Doch in dieser Saison heißt es aufstehen, den Mund abputzen und Vollgas geben, auch wenn Osna in der bisherigen Spielzeit noch kein Gegentor gefangen hatte. Für die Reisegruppe West ging es recht gemäßigt um 9 Uhr aus Köln los und so konnte man ganz entspannt das erste Dosenbier im Zug aufmachen. Auf der Strecke von Rostock waren mal wieder Dosen und Flaschen verboten worden. Als ob jemand seinen kostbaren Alk auf die Schweinchen werfen würde!?
Nach einer relativ unspektakulären Fahrt (O-Ton: Die im Osten sind alle arbeitslos oder beim Bund) erreichte man Osnabrück kurz nach zwölf und konnte das schöne Wetter auf dem Weg zum Stadion, ohne Polizeibegleitung, genießen.
Nachdem man im Stadion angekommen war, platzierte man sich in den kleinen Teil des Blockes und wartete auf die Dinge die kommen sollten. Zu Beginn der Partie kamen beide Mannschaften nicht vor das gegnerische Tor und neutralisierten sich noch vor dem 16er. In der 24. Minute gelang es jedoch dem VFL unseren "Pommes" durch ein sehenswertes Fallrückziehertor zu überwinden. Ab hier war Osna klar im Vorteil, jedoch konnten unsere Jungs alles weitere abwehren. Durch die stickige Luft wollten wir uns zur Halbzeitpause ein Kaltgetränk genehmigen, wofür wir noch nach dem Beginn der zweiten Hälfte anstanden, so dass wir leider den Ausgleichstreffer von Plat verpassten. Johan stand nach einer vorangegangenen Ecke goldrichtig und netzte per Kopf ein. Mir wurde auch gesagt, dass es mit ein wenig pyrotechnischen Erzeugnissen gefeiert wurde. Die Gästkurve tobte und die lila weiße Sche*** war nicht mehr zu vernehmen. Das fühlte sich fast schon wie ein Heimspiel an. Savran köpfte dann in der 88. die Führung. Spiel gedreht, in Osnabrück, die noch kein Gegentor gefangen und seit einer gefühlten Ewigkeit auch nicht mehr zu Hause verloren hatten. Jetzt hieß es noch die letzten Minuten zu überstehen und die Jungs auf dem Rasen taten es auch. So endete das Spiel mit einem Sieg für uns. Etwas besseres gab es an dem Samstag nicht. So wurde die Mannschaft noch ein wenig gefeiert. Auf dem Rasen wie auf den Rängen ging das Spiel klar an den FCH.
Nach dem Spiel ging man noch kurz einkaufen und seilte sich danach vom Mob ab um unbehelligt zum Bahnhof zu kommen. Für ein Sicherheitsspiel waren die Cops sehr nachlässig. Die Rückfahrt verlief sehr entspannt und man konnte in Münster noch einen Candlelightdöner genießen, bevor es wieder nach Köln ging. Abends wurde der Sieg noch mit dem ein oder anderen Gerstensaft gefeiert und die Damenwelt auch noch um die ein oder anderen Blicke erleichtert. In diesem Sinne noch einmal danke an meine Begleitung und weiter so konzentriert arbeiten, dann wird das eine sau geile Saison.

Der Exilant
 
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