Saarbrücken - Hansa
 
     
 

 

Saarbrücken aus WET/West-Sicht

Samstag und ein relativ dichtes Auswärtsspiel bedeutet immer, dass der Westmob mit dem Zug fährt. Nach Kurzer Überzeugungsarbeit unter der Woche, fuhr die Gruppe dann über die Voreifel, so dass man direkt zusteigen konnte. Die Fahrt ging dann auch nicht lange, da man mitten in der Eifel, dann auf Grund angeblichen Rauchens aus dem Zug musste. Die Polizei war auch gleich vor Ort, aber war ganz entspannt und man konnte den nächsten Zug auch nehmen. Bis Trier jedoch unter ständiger Beobachtung des Zugbegleiters. Von dort ging es weiter mit anderen WET-Fahrern aus der Heimat bis nach Saarbrücken. Dort angekommen, schloss man die Sachen ein und ließ sich zum Stadion eskortieren, wo sich jedoch so langsam der starke Alkoholkonsum zeigte.
Im Stadion angekommen, heiß es erst einmal Klettern, da vorher der Sitzblock gestürmt wurde und dieser nun dicht war. Die anderen begrüßt und schon begann auch das Spiel. Auf dem Rasen begann ein wahrer Grottenkick. In der ersten Hälfte gab es keine nenneswerten Szenen. Die zweite Hälfte begann eben so, bis zur 61. Minute, als Saarbrücken in Führung ging. Saarbrücken war oben auf und mir wurde mal wieder Angst und Bange. Manni Starke konnte jedoch zehn Minuten später durch einen starken Distanzschuss den Ausgleich markieren. In Folge versuchten beide Mannschaften noch etwas zu reißen, aber daraus wurde nichts mehr. Auf Rostocker Seite sehr guter Support mit einer schönen Einlage von BlauWeißRoten Folienschals. Auf der Seite vom 1. FCS war nicht viel los. Der Block war schwach besetzt und kaum zu vernehmen.
Nach dem Spiel ging es aus dem Stadion und man wurde noch kurz vor dem Stadion fest gehalten, bevor es zum Bahnhof ging. Hier merkte man schnell, dass man es mit Helden in Uniform aus Niedersachsen zu tun hatte. Einer läuft gegen ein Auto, eine stolpert über ihre eigenen Füße, einer über eine Kette zwischen zwei Poller und alle versuchen autoritär zu wirken. Vor Angst stotternd Anweisungen geben, kommt nicht gut. Nach kurzer Überzeugungsarbeit konnte man dann auch zum Schließfach und die Sachen wieder abholen. Bis zur Abfahrt des Zuges wartete man dann streng bewacht auf dem Bahnsteig und war froh im Zug zu sein. Auf der Rückfahrt zeigt sich jedoch mal wieder, dass einige Leute nicht auf Alkohol klar kommen. Schals im Zug anzünden und nach Aufforderung der Zugbegleiterin zum Rauchen aufs Klo zu gehen nicht nach zukommen, ist schon echt dämlich. Nach kurzer Aufenthaltszeit in Koblenz konnte man dann auch die Fahrt in den Großraum Köln antreten.

Am Sonntag hieß es dann wieder Auswärtsspiel. Jedoch dieses mal nicht mit unserem FCH, sondern mit dem HSV auf Schalke. Durch einen Arbeitskollegen konnte die Gruppen aus Kollegen bei einem Fanclub mitfahren. Die Anfahrt im Bus verlief recht kurz, man konnte das ein oder andere Bier beim Busfahrer für einen schlanken Taler erwerben und es gab nicht nur  Kölsch. So kam man in Gelsenkirchen Schalke an und konnte noch ein wenig das Treiben auf dem Parkplatz der Gästefans beobachten. Die Staatsmacht zeigte hier eine gewisse Grundpräsenz. Für mich war es das erste Mal auf Schalke zu sein und so kam auch gleich die erste Ernüchterung. Für den kompletten Anhang der Hamburger waren nur vier Eingangsschleusen geöffnet. So dauerte es eine Weile bis man drinnen war und dann kam die nächste. Hallo erste Liga, um dir hier als Fan etwas zu kaufen, brauchst du eine Knappenkarte, auch als Gästefan. Zum Glück hatte einer aus der Gruppe eine solche. Im Block stellte man sich relativ weit nach unten und rechts außen. Zu Spielbeginn gab es eine kleine Choreo von Chosen Few, bei der erst schwarze Folie über den Block gezogen wurde und dann Blaue. Dieses wurde von schwarzen Folienschals und blauen und weißen Fähnchen untermalt. Das Ganze stand unter dem Motto "Für'n paar Blumen kein Geld. Aber Auswärts dabei." Auf dem Rasen sah man ein Spiel, bei dem Hamburg stark anfing und stark nach ließ und so stand es am Ende 1 zu 4 für Schalke. Der Support auf Hamburger Seite war schwach, durch eine geringe Mitmachquote. So konnte bei mir jedoch nur das Schnipsen des gesamten Blockes überzeugen und die Pogoeinlage gegen Ende. Nach Abpfiff ging es wieder zum Bus und man fuhr wieder nach Köln. Alles in allem eine nette Beschäftigung für einen Sonntag Nachmittag und wieder einmal etwas neues gesehen.


Saarbrücken aus Sicht der Transifahrer

16.04.2011

Damals konnte man mit einem Sieg in Saarbrücken den sofortigen Wiederaufstieg klar machen. Das Ergebnis damals hieß aber 3:0 zu Gunsten der Franzosen.
Das war aber ein Mal.. Die Realität sieht anders aus. 742 Tage später sollte die Reise wieder Mal ins Saarland gehen, diesmal nicht um den Aufstieg zu feiern, sondern um 3 wichtige Zähler im Kampf gegen den Abstieg zu holen.

27.04.2013

Wir machten uns mit 2 Transportern um 3 Uhr auf die Reise ins ca. 850 km entfernte Saarbrücken. Da einige den Abend zuvor in einem Club verbrachten, war die Stimmung ziemlich ausgelassen. Als es dann aus Rostock los ging wurden schon die ersten Biere geleert und der Alkoholpegel auf Vordermann gebracht. In Hamburg sackte man noch die restlichen Mitfahrer ein, sodass die Besatzung endlich komplett war. Irgendwann setzte bei vielen die Müdigkeit ein und es wurde ruhig. Sehr ruhig.. Ob es am Alkohol oder einfach an Mangel vom Schlaf lag?...
12:30 Uhr erreichten wir dann endlich unser Ziel. Parkplatz gefunden und ab ging es zum Stadion. Was für ein Stadion! Der Ludwigspark ist mit das Geilste Stadion was ich je gesehen hab. Wer schon Mal da war weiß wovon ich rede.
Umso schlimmer ist es, dass das Stadion umgebaut werden soll. Es soll dann so aussehen wie die Brita-Arena in Wiesbaden. Schöne Holzköppe!

Im Stadion angekommen durfte man sich sportlich betätigen. Da nicht so viele gefahren sind wie letztes Mal, entschied man sich den Sitzblockbereich zu entern. Das ging nun Mal nur mit klettern, wobei einige auch deutlich Schwierigkeiten hatten hoch zu kommen  ;-)
Zum Spiel hat mein Vorgänger schon ein paar Worte geschrieben. Ich schließe mich dort an. Der Punkt geht, denke ich in Ordnung, da beide Mannschaften auf Augenhöhe spielten. Der Punkt ist allerdings zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel!
Der Support war diesmal sehr gut. Die ca. 800 Hanseaten machten gut Alarm. Laute und ausdauernde Gesänge schallten durchs Stadion. In zweiter Hälfte trat man auch Optisch durch die BlauWeißRoten Folienschals sehr gut in Erscheinung.
Nach dem Spiel konnte man erstmals beobachten wie viele Einsatzkräfte vorhanden waren. Sodass man recht "sicher" weitergeleitet wurde.
Am Parkplatz angekommen, hieß es erstmal "abwarten und Pfeffi trinken", denn es passierte nix! Dummes Rumstehen war angesagt. Da die Uniformierten die Ausfahrt unbedingt blockieren mussten. Ca. 1 Stunde nach Verlassen des Stadions ging es endlich zurück in die schönste Stadt der Welt. Die Rückfahrt verlief relativ unspektakulär und man war am Sonntag um 3 Uhr Nachts wieder in der Heimat..
Lasst uns die restlichen Punkte noch einfahren, damit wir in der Saison noch mit einem blauen Auge davon kommen. Wir sehen uns in Karlsruhe!
Bis dann!
 
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