Chemnitz - Hansa
 
     
 

 

Mal wieder ein Törchen schießen

Der Wecker klingelte und riss mich nach einer relativ kurzen Nacht am Samstagmorgen um 3 aus dem Bett. Welch unchristliche Zeit... So ging es nach einem recht kurzen Frühstück in den tiefsten Pott, wo ich mich mit dem Rest der Reisegruppe traf um nach der Ankunft der Quoten-Pommeraner die für uns recht weite Fahrt zum Auswärtsspiel in Karl-Marx-Stadt anzutreten. Diese verlief auch ereignislos, bis auf einige Schneeballwürfe auf pinkelnde Personen an einer Raststätte kurz vor Chemnitz. Im selbigen angekommen, konnte man sich mal wieder mal wieder darüber freuen, dass die linke Hand des Gesetzes nicht weiß, was die Rechte tut. So drehte man einige Runden in der Nähe des Stadions, bis man einen geeigneten Parkplatz gefunden hatte. Nach einer entspannten Einlasskontrolle suchte ich mir einen Platz um noch auf den Rest zu warten. Die Anreise für die Zugfahrer verlief ebenfalls entspannt und einige sportliche Hanseaten konnten sich vom Mob entfernen und etwas austoben. Für die von einer Regionalausgabe eines großen deutschen Wurstblattes angekündigten 2000 Hansa-Hooligans war der Schnittlauch etwas ungeordnet und planlos.

Das Spiel begann und von etwas Mittelfeldgeplänkel und zwei Chancen für die Himmelblauen war in der ersten Hälfte nicht viel zu sehen. Der Support war für breite des Blockes sehr synchron, aber stellenweise einfach nicht laut genug. Der zur Mitte der Halbzeit einsetzende starke Schneefall tat sein übriges. So gingen die Mannschaften mit einem torlosen Remis in die Kabinen. Nach der Pause ging es so weiter wie in Hälfte eins, jedoch konnte der FCH nach einem Freistoß von Zimmermann, welchen Weilandt ins Tor stochern konnte, in Führung gehen(Hansa macht ein Tor nach einem Standart!!!!!1111einseinself). Im Gästeblock war der Jubel groß. Hansa geht in Führung und das nach einer Ecke. In mir keimte Hoffnung auf, dass wir endlich mal wieder gewinnen. Das erhoffte Törchen unseres Trainers war da. Der Support wurde lauter und gelöster. Jedoch machten die Jungs auf dem Feld mal wieder das falsche und spielten nicht weiter nach vorne, sondern verloren den Faden. Nach einer flachen Hereingabe konnten die Himmelblauen den Ausgleich erzielen. Das gab der Mannschaft einen weiteren Knacks und es ging nichts mehr. Auf der Tribüne konnte jeder ahnen, was nun folgen würde. Chemnitz spielte weiter forsch auf und Schiedsrichter pfiff Elfmeter, nachdem Leemans den Ball an die Hand bekam. Die Entscheidung war mehr als strittig. Die Heimmannschaft nutzte das Geschenk und ging in Führung. Nun war jede Hoffnung auf wenigstens einen Punkt weg geblasen. Der Support wurde deutlich leiser. 10 Minuten vor Schluss bekamen es unsere Mannen nicht hin noch den Ausgleich zu machen, nachdem der Torwart der Himmelblauen bereits geschlagen war. Der Rest der Partie verlief ereignislos und nach einigen Proben ob der Zaun auch stabil sei, passierte auch auf den Rängen nichts mehr.

Der Westmob begab sich so wieder zum Transporter und konnte die entspannte Rücktour angetreten werden. Auf dieser konnte noch der ein oder andere ein Photo mit dem Kugelblitz Ailton in einem Fastfoodtempel machen und interessante Schlafhaltungen von Pommeranern beobachtet werden, die man wohl sonst nur in Kuhställen sieht. So erreichte ich die "zweitschönste" Stadt Deutschlands kurz nach Mitternacht und konnte gefrustet ins Bett.

Fazit: Ein Törchen bringt nichts, wenn die Mannschaft danach scheiße spielt.
 
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