Hansa - Erfurt 1:1
 
     
 

 

Es ist Sonntag und die Fahrt nach Erfurt liegt nun einen Tag zurück. Heute steht die Mitgliederversammlung an und ganz Rostock, Meck-Pomm und alle anderen Hansafans sind extrem gespannt. Heute früh schon einige Anrufe der sächsischen Verwandtschaft, die sich erkundigen wollte, ob ich überhaupt schon wieder zu Hause bin, da die Lokalpresse wieder mal einen Bürgerkrieg heraufbeschwor.


Rekapitulieren wir aber mal alles der Reihe nach. Am frühen Samstagmorgen bestiegen wir gemeinsam mehr oder weniger fit den Zug. Man sagte den bekannten Gesichtern Hallo, suchte sich Plätze und chillte auf der eher ereignislosen Fahrt. In Erfrurt angekommen ging es in die Unterführung unter dem Bahnhof, wo schon zu erkennen war, dass die Thüringer Polizei alles rangekarrt hatte, was sie hatte. Weil wir nichts zu tun hatten, blieben wir noch eine Weile dort stehen, bevor es so langsam los ging und man bemerkte, dass einige auf der Hinfahrt etwas zu tief ins Glas gesehen hatten. Macht eucht mit diesen Slapstickeinlagen nicht zum Affen und trinkt auf der Hintour einfach weniger. Kurz vor dem Stadion passierte das, was passieren musste und was in Erfurt wohl zum guten Ton bei Fußballspielen gehört. Die Menge staute sich durch schlechte Organisation und zu enge Wellenbrecher. Es gab ein leichtes Gedränge und die Polizei konnte endlich wilde Sau spielen. Geschenke wurden in Form von Pfeffer wild in die Menge verteilt, worauf mit allem geantwortet wurde, was einigermaßen gute Flugeigenschaften hat. Daraufhin wurde der Wasserwerfer aufgefahren und man konnte sich so endlich von dem Keim der langen Zugfahrt befreien und sich mal wieder wie ein Mensch fühlen! Die Situation beruhigte sich nach einigen Minuten und es ging endlich rein. Im Stadion konnte der Rest vom Westmob begrüßt werden.
Zu Spielbeginn gab es eine Choreo von Revolte, welche aus einem Banner mit der Aufschrift "Zähne zeigen" und blau-weiß-roten Luftballons bestand. Dazu gab es ausgeschnittene Pappzähne in verschiedenen Designs und als Highlight blaue, gelbe und rote Papierstreifen um der Mecklenburger Heimat zu huldigen. Unsere Mannschaft konnte schon nach dem Spiel gegen Karlsruhe nicht so recht überzeugen. Nach vorne zu harmlos und in der Defensive nicht konzentriert genug. Es muss sich einfach mal einer ein Herz nehmen und abziehen, anstatt den Ball vor dem Tor hin und her zu spielen. Der Support war definitiv nicht gut heute. Aufgrund des breiten Blockes konnte keine Synchronität aufgebaut werden, aber zum Schluss kamen einige Schlachtrufe nochmals gut laut rüber. Von Erfurter Seite war kaum etwas zu vernehmen.
Nach dem Spiel ging es zurück zum Bahnhof, wo einige Erfurter hinter der Polizeikette warteten. Bis auf ein paar Pöbelversuche konnte man das Arrangement der RWE'ler aber als belanglos abstempeln. Am Bahnhof wurde die Polizei noch einmal "Opfer" der bösen Fans aus Rostock, wobei sich zeigte, dass Team Green außer Pfefferspray und Tiere quälen nichts drauf hat. Im Zug angekommen stellte man fest, dass sämtlicher Schnaps und alle offenen Einwegflaschen geklaut wurden. Wer so etwas macht gehört gesteinigt, echt unter aller Kanone! Die Rückfahrt verlief ebenfalls ereignislos und so kam man kurz vor 11 wieder in Rostock an.

Grüße an den restlichen Westmob und ein herzliches ACAB!
 
|